15.06.2025

Mit­ma­chen bei der Dünenpflege

War­um ist die Dünen­pfle­ge wichtig?

Die Dünen sind weit mehr als nur land­schaft­lich schön – sie sind der natür­li­che Schutz­wall der Insel. Ihre Vege­ta­ti­on hält den Sand fest und bewahrt Amrum vor Ero­si­on und Sturm­flu­ten. Dünen­schutz ist Inselschutz!

Gleich­zei­tig sind die Dünen ein ein­zig­ar­ti­ger Lebens­raum: In ihren feuch­ten Sen­ken und offe­nen Sand­flä­chen leben sel­te­ne Pflan­zen- und Tier­ar­ten, die nur hier geeig­ne­te Bedin­gun­gen fin­den. Damit die­ses emp­find­li­che Gleich­ge­wicht erhal­ten bleibt, müs­sen die Dünen regel­mä­ßig gepflegt wer­den. Denn Son­ne, Wind, Sand und Pflan­zen ste­hen in einem stän­di­gen Wech­sel­spiel – und nur durch geziel­te Pfle­ge kön­nen sich natür­li­che Pro­zes­se ent­fal­ten, ohne dass die Dünen zuwach­sen, ver­schat­ten oder ihre Schutz­funk­ti­on verlieren.

Was wird kon­kret getan?

Damit die Dünen offen und sta­bil blei­ben, wer­den ein­ge­wan­der­te Büsche und Gehöl­ze ent­fernt, die sich in den Dünen ange­sie­delt haben. So ent­ste­hen wie­der lich­te, san­di­ge Flä­chen oder jun­ge Hei­de – ähn­lich wie frü­her, als die Täler vom Wind geformt wur­den, es auf Amrum noch kei­nen Wald gab und die Hei­de regel­mä­ßig geschnit­ten wurde.

Beson­ders auf Amrum fin­den sich soge­nann­te feuch­te Dünen­tä­ler – sel­te­ne Bio­to­pe zwi­schen den Dünen­rü­cken, in denen spe­zi­el­le Pflan­zen­ar­ten wach­sen. Die­se Berei­che wer­den gezielt gepflegt, um ihre Arten­viel­falt zu bewahren.

Auch die Besu­cher­len­kung ist ein wich­ti­ger Teil der Pfle­ge: Durch klar mar­kier­te Wege und Strand­über­gän­ge wird ver­hin­dert, dass sen­si­ble Vege­ta­ti­on durch zu vie­le Tram­pel­pfa­de zer­stört wird.

Im Natur­schutz­ge­biet Amrum Dünen gel­ten beson­ders hohe Schutz­stands, aber Besu­che­rin­nen und Besu­cher kön­nen auf aus­ge­wie­se­nen Wegen durch die Dünen­land­schaft wan­dern und so dazu bei­zu­tra­gen, dass die­ser ein­ma­li­ge Natur­raum im UNESCO Welt­na­tur­er­be Natio­nal­park Schles­wig-Hol­stei­ni­sches Wat­ten­meer erhal­ten bleibt.

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